1. AI Styria Stammtisch

Leftshift OneLesezeit: 15 Minuten

Beim ersten AI Styria Stammtisch trafen sich Experten und KI-Interessierte zu Impulsvorträgen mit anschließender Diskussionsrunde.

1. AI Styria StammtischWie beeinflusst AI unsere Gesellschaft? Was ist Machine Learning? Diese und weitere Fragen standen beim allerersten Stammtisch von AI Styria im Seminarraum der Hg3 Raumgeber in der Grazer Herrengasse zur Debatte.Schon beim anfänglichen Kennenlernen sind Seminarsaal und Kaffeeküche gut gefüllt. Dann begrüßen Stefan Schmidhofer (AI Styria, Leftshift One) und Uwe Mayer (AI Styria, mayermayer) die rund 30 Gäste offiziell. Sie erklären, dass sich AI Styria zum Ziel gesetzt hat, Stakeholder im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu vernetzen und gleichzeitig innerhalb der Bevölkerung Aufklärungsarbeit zu dieser neuen Technologie zu leisten.
Vortrag Windisch
Andreas Windisch entführt in die Welt des Machine Learning
Genau hier hakt der folgende erste Impulsvortrag ein. Andreas Windisch gibt dabei einen Überblick, worum es sich bei Machine Learning eigentlich handelt. Er erklärt infolge, wie Neuronale Netze funktionieren und wofür sie eingesetzt werden. Das reiche von einfachen Anwendungen, wie einer Maschine das Spiel Bingo beizubringen, bis hin zur Erstellung künstlicher Portraitfotos von Menschen.Schon in dieser Präsentation wird deutlich: KI birgt sowohl enorme Potenziale als auch Risiken. Manuel Weichselbaum vertieft diesen Umstand in seiner anschließenden Präsentation. Um das Thema Ethik kommt man bei künstlicher Intelligenz einfach nicht herum, weshalb sich auch Leftshift One rund um die Entwicklung der AI-Platform-as-Service G.A.I.A. Gedanken dazu gemacht hat.
Kulinarischer Genuss beim Stammtisch
Auch die kulinarische Versorgung kommt beim Stammtisch nicht zu kurz
Weichselbaum weist in seinem Vortrag erneut auf die Problematik von Fake Content nicht zuletzt im Kontext von sozialen Netzwerken hin. Algorithmen würden immer mehr und so sei es wichtiger denn je, Quellen zu hinterfragen. Neuronale Netze ermöglichen beispielsweise bereits die Manipulation von Gesichtsausdrücken in Videos. Damit ließe sich ganz subtil beeinflussen, wie eine Persönlichkeit von Zuseherinnen und Zusehern wahrgenommen wird.Noch dramatischere Bilder liefert sein Beispiel aus der Rüstungsindustrie. Dort forscht man an Miniaturdrohnen die mit Gesichtserkennung und Einwegwaffen gezielt auf Menschen angesetzt werden können. Weichselbaum verweist auf den AI-Forscher Stuart Russell, der sich als einer von vielen für ein sofortiges Verbot derartiger Waffensysteme einsetzt.
Vortrag von Manuel Weichselbaum
"Wir müssen gescheit sein, wenn wir AI verwenden", meint Weichselbaum.
Im krassen Gegenteil dazu spricht Weichselbaum anschließend über Robotik im Bereich der Altenpflege. Doch auch was auf den ersten Blick wundervoll klingt, bedürfe einer kritischen Betrachtung. Essentiell bei jeder Art von Arbeit wäre für Menschen das Gefühl gebraucht zu werden. Bis zu welchem Grad überlassen wir Maschinen also unsere Arbeit? Künstliche Intelligenz und Roboter werden die Arbeitswelt zweifellos verändern und durchdringen, wenn es nach Weichselbaum geht. Gerade soziale Arbeit wie Altenpflege und selbst das Elternsein könnten nach ihm aber jene Beschäftigungsfelder bleiben, über die sich Menschen auch in Zukunft definieren.Klar sei, dass es eine Strategie braucht, wie wir mit künstlicher Intelligenz und der zunehmenden Automatisierung umgehen. Aktuell befänden wir uns bereits inmitten eines Arms Race im Bereich Artificial Intelligence, bei dem Europa aber nur eine Nebenrolle spielt. Frankreich steckt rund 1,5 Mrd Euro in eine entsprechende Strategie. In Deutschland sind es doppelt so viel. Österreich realisiert erst in jüngster Zeit die Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit neuen Technologien. Die großen Player sind die USA und China, das bis 2030 insgesamt unfassbare 150 Mrd. in seinen Masterplan stecken will. Damit ist klar, wer Vorreiter in diesem Bereich sein wird.
Q&A nach den Vorträgen
Den Vorträgen folgten sofort spannende Fragen
Dennoch appelliert Manuel Weichselbaum zum Abschluss, dass wir AI als Chance begreifen sollten. Es gilt also, Regularien auszuarbeiten und weiter kritische Fragen zu stellen. Genau damit beschäftigten sich im Anschluss die Teilnehmer des Stammtisch. Nach einer abschließenden Fragerunde an Weichselbaum bildeten sich mehrere Fokusgruppen, die in lockerer Atmosphäre die Themen des Abends weiter diskutierten und bereits Themenwünsche für den nächsten AI Styria Stammtisch am 4. Juni 2019 ausformulierten. Updates zu kommenden Veranstaltungen finden sich auf gscheitsteirisch.ai.
#aistyria#stammtisch#ai

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